Hi everyone,

in March 2020, I started a project that I called "coroboration" on Instagram. To get better in video and audio editing, I asked some drummers to send 1 minute-videos or downloaded some of those videos. I started writing and jamming to those, recorded my ideas and mixed it. After that, I pieced everything together in iMovie and put it out on Insta. People seemed to like it, thankfully the people that I've recorded to, too! Since the pandemic seems to stay with us for a long time and there are almost no gigs in sight, I've decided to get a little deeper into my coroboration. After all, it keeps me creative and also from going insane! Actually, the hardest part of it is finding videos of drummers that are not noodling around, playing to a playback or have a decent sound. There might be interviews with the drummers on here, too. We'll see how far I can get with this!

 

Good luck and good drummers,

 

Marius

 

Frank Dapper 

 

Der erste Drummer aus unseren Landen ist mein langjähriger Freund und Kollege Frank Dapper aus dem schönen Ludwigsburg. Frank spielt unter anderm mit einer der erfolgreichsten deutschen Bands, "PUR" und hat als Studio und Tourdrummer für unzählige Acts gearbeitet. Hier sein Interview, in dem er meine drei Standardfragen beantwortet:

 

1. Warum Schlagzeug?

Weil das meinem inneren Puls bzw. meinem Herzschlag ohne Umwege am nächsten kommt. Zudem hat mich schon immer fasziniert, daß die Herausforderung darin besteht, viele Einzelinstrumente (Bassdrum/Snare/Toms/Becken...Add ons) zu einem Instrument zu verschmelzen und man die Verhältnisse zwischen den einzelnen Instrumenten selbst steuern kann und muss. Darin besteht eine große Verantwortung. Außerdem hört man im Schlagzeug ein breites Frequenzspektrum, das einem mit der Bassdrum die Hosen flattern lässt und bei den brilliant klingenden Becken die Ohren

klingeln lässt :-)

 

     2.Was inspiriert euch während der Corona-Zeit? (Musik, Bücher, Filme, Familie usw.)

Meine Kinder ! Wir kochen und backen zusammen, zocken Motorsportspiele auf der X-Box, gehen spazieren, Radfahren, machen Ausflüge in die Natur. Ich schaue mir viele Dokus an, die nichts mit Musik zu tun haben oder lese in Jeff Porcaros Portrait "It's about Time" 

 

     3.Wie denkt ihr, wird es nach Corona für uns Musiker weitergehen?

Ich halte viele Szenarien für realistisch. Von Totalverlust der Strukturen und somit Angebote im gesamten Kulturbereich bis hin dazu, daß man uns die Türen einrennt und die lange Durststrecke die Nachfrage entsprechend erhöht.

 

     4. Was ist euch wichtig in der Bass/Schlagzeug Zusammenarbeit?

Am Ende geht es für mich immer um Energie. Ich habe bis heute noch keine pauschalen Antworten darauf gefunden, was eine gute Rhythmusgruppe ausmacht und welche Parameter wie erfüllt werden müssen. Aber nur um Tightness oder andere unmittelbar hörbaren Dinge geht es nach meinem Empfinden nicht. Vielmehr geht es z.B. um Konsequenz, mit der man gemeinsam und unabgesprochen das rhythmische Raster oder das Spannungsfeld empfindet und die Noten spielt bzw. die Pausen dazwischen empfindet. Dann können "Flow" und die Vibes/die Energie entstehen, die eine Grundlage bieten, damit sich Mitmusiker wohlfühlen und das Publikum von der Reichweite der Energie berührt wird. Klingt komisch, is aber so ;-)

Wenn ihr mehr über Frank erfahren möchtet, schaut hier mal: http://frankdapper.de

 

(Anmerkung für die Bassisten: Der Bass ist übrigens mein 1969er Fender Jazz Bass mit neuem Japanhals, EMG Pickups und Dunlop Roundwounds, direkt in eine Noble D.I.)

 

 

 

 

 

Im zweiten Video hat mich der Ehrgeiz gepackt und ich habe eine etwas komplexere Linie geschrieben und auch noch meine Gitarrenchops aufgefrischt. Eigentlich war dieses hier die erste #coroboration mit Frank. (Der Bass hier ist übrigens mein Moollon P-Classic 4 mit ZVex Basstortion Verzerrung. Gitarre von meinem Sohn Levi geliehen, Effekte aus LogicProX)

 

 

 

 

Stephan Emig

 

 

Der nächste deutsche Drummer ist ebenfalls kein Unbekannter der deutschen Szene. Es handelt sich um Stephan Emig, der u.a. mit Triosence, Klaus Lage, The Voice of Germany, Luke Mockridge und vielen anderen gearbeitet hat. Stephan ist auch ein fantastischer Percussionist und Ableton Operator und hat darüber hinaus einige Bücher geschrieben. Wir beide haben einige Zeit mit Christina Lux gearbeitet und uns einige Male in Studios getroffen. ;-)

 

Hier sein Interview:

 

1. Warum Schlagzeug?

Da habe ich doch gleich mal zwei Antworten für Dich: 

Zunächst die Familien-Variante: Laut Aussage meiner Familie war ich schon als kleiner Junge (so mit 3-4 Jahren) am Schlagzeug interessiert und meine Oma war schon drauf und dran, mir eins zu schenken. Allerdings kamen dann noch andere Dinge dazwischen, so dass es noch 10 Jahre dauern sollte, bis ich mit 13 Jahren endlich anfangen konnte. Und auch da war es irgendwie klar, da ich auf allem rumgehauen hab, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Waschmittelkartons, Topfdeckel und Co. Ich konnte also nicht anders. 

Hier eine Antwort aus der psychologischen Retrospektive. Da ich keine tonale Vorbildung hatte und kein anderes Instrument spielen konnte, war das Schlagzeug für mich das Instrument mit dem schnellsten Zugang, um mich musikalisch auszudrücken. Das Schlagzeug erlaubt mir, Teile meiner Persönlichkeit zu entdecken und auszuleben, die ich im Alltag vielleicht nicht so praktiziere.

2. Was inspiriert euch während der Corona-Zeit? (Musik, Bücher, Filme, Familie usw.)

Am Anfang der Corona-Zeit war es die Stille, die mich inspiriert hat, dann irgendwann hat mich die Möglichkeit fasziniert, mich um Dinge zu kümmern, die bis dahin zu kurz kamen (Buch schreiben, Online-Recording, Online-Lessons, Musik schreiben). Ich habe in der Corona Zeit tatsächlich auch mehr Musik gehört (z.B. auf meinem neuen Plattenspieler, yeah). Am meisten inspiriert und fasziniert hat mich der Austausch mit Freunden und Kollegen. Ich habe das Gefühl, dass die Musiker-Community etwas näher zusammengerückt ist und ich hoffe, dass sich das nach Corona sogar noch verstärkt. 

 

3. Wie denkt ihr, wird es nach Corona für uns Musiker weitergehen?

Ich glaube, es wird irgendwann wieder „normal“. Der Mensch kann nicht lange im Ausnahmezustand sein. Ich erinnere mich an Geschichten aus Kriegsgebieten, wo der Alltag trotz der krassen Umstände erstaunlich normal verlief. Was ich damit sagen will, ist, dass ich glaube, dass es in 5 Jahren wieder einen Alltag mit Großveranstaltungen und Konzerten geben wird. Und ich hoffe, dass alle aus den Erfahrungen gelernt haben werden. Veranstalter, Musiker, Politiker und die Gesellschaft. Denn ich halte unsere kulturelle Arbeit für absolut systemrelevant. Ich halte sie nicht für situations- oder krisenrelevant (wie Ärzte, Feuerwehr, Pflegekräfte, Soldaten), aber für ein gesund  ausbalanciertes, demokratisches und respektvolles Zusammenleben und für das Vermitteln von essentiellen Werten ist Musik- und auch Musikpädagogik absolut unerlässlich.

 

4. Was ist euch wichtig in der Bass/Schlagzeug Zusammenarbeit?

Teamarbeit. Bass und Drums gehen für mich Hand in Hand. Gemeinsames Spacing, Gefühl für Tempo, Spannungsverlauf, Phrasierung… und ein ähnlicher Humor kann nicht schaden (auf der Bühne und hinter der Bühne). 

 

 

 

(Anmerkung: der Bass ist ein 1965er Höfner Bass mit LaBella Flatwounds.)

 

 

 

 

 

Thomas Heinz

 

 

Hier kommt Thomas Heinz, ein Powerhouse Drummer der allerbesten Art! Thomas und ich haben ebenfalls in zahlreichen Produktionen zusammen gearbeitet und er ist sicherlich derjenige, mit dem ich in den letzten Jahren am meisten gespielt habe. Das kommt in erster Linie durch unsere Band mit Rüdiger Baldauf, mit dem wir bereits zwei Studioalben und einen ganze Menge Gigs gemacht haben. Zusätzlich haben wir in den Pro7 Shows "Schlag den Star" und "1.30" die Livestudioband gestellt und

viel Zeit mit weiteren Künstlern auf der Bühne und im Studio verbracht. Thomas leitet zudem seine eigene Musikschule "Muckebude" in Siegen und ist auch sonst ein astreiner Typ!

 

(Anmerkung: Ich spiele hier einen Music Man Stingray 5 special mit Dunlop Roundwounds.) 

 

Hier kommt Thomas' Interview:

 

 

 

 

 

 

 

Let's go on with a special video with the great Ash Soan! Look him up here: www.ashsoan.com

Ash is a British drummer and you will most likely have a record in your collection or a favorite song that he's played on. He's played with Del Amitri, Trevor Horn, Adele, Robbie Williams, James Morrison and so many others. A deep pocket, sound and taste brought him there! No interview yet, but I am working on it!

On his video, he played with two different drum sets and threee different approaches over the same loop. I decided to take the same path and used my Moog for the first part, the 1974 Fender Musicmaster Bass (with flats) for the second and my Fodera NYC 5 (with Dunlop Superbrights) for the third part.